








Der Yorkshire Terrier stammt aus Großbritannien. Seine Heimat, die Region Yorkshire, gab ihm seinen Namen. Die erste Eintragung als Rasse fand 1886 im Kennel-Club-Zuchtbuch statt. Der Kennel Club ist der Dachverband englischer Rassezuchtvereine. Stammvater der Yorkshire Terrier war der Rüde Bradford Harry. Er wurde als erster 1889 zum Champion gekürt.
In Deutschland kennt man den Yorkie, wie er hier liebevoll genannt wird, erst seit ca. 100 Jahren, aber erst in den letzten 25 Jahren hat sich die Rasse bei uns so verbreitet, dass fast jeder diese hübschen kleinen Hunde kennt. Der Yorkshire Terrier galt früher als Arme-Leute-Hund: Leibeigene durften in England nicht jagen und somit auch keine Jagdhunde halten.Die kleinen Terrier wurden nicht als Jagdhunde angesehen und deshalb geduldet. Die Besitzer setzten die Hunde für die Ratten- und Mäusejagd ein. Manchmal fingen ihre Hunde aber auch Kaninchen oder andere kleine Wildtiere, die den Haltern als Nahrung dienten.
Die Entstehung der Rasse kann nur lückenhaft zurückverfolgt werden: Sie entstand aus einer Kreuzung mehrerer Terrierarten. Einer seiner Vorfahren ist der Airedale Terrier, ferner werden hier auch der Skye Terrier, sowie der Malteser genannt.


Ursprünglich war diese Zwerg-Terrier-Rasse größer. Die Widerristhöhe betrug damals ca. 40 bis 45 cm, heute etwa 22 bis 24 cm. Sein Gewicht beträgt heute 2,4 bis 3,1 kg. Die früher hängenden Ohren wurden im Laufe der Zeit durch konsequente Auslesezucht zu Stehohren. Ein Yorkie wird ca. 13 bis 14 Jahre alt, aber auch ein Alter von 15 bis 18 Jahren ist keine Seltenheit. Der Körperbau des Hundes ist kompakt bei aufrechter Haltung. Der Schädel ist ziemlich klein, die Augen mittelgroß und nicht hervorstehend mit einem wachsamen Blick. Das gescheitelte Haar ist lang und glatt, tarnfarben am Kopf und Hals, am Körper und der Rute stahlblau. Er hat kleine v-förmige Ohren mit kurzen Haaren.
Das Fell benötigt viel Pflege. Da das Haar sehr fein ist, bricht es schnell und wird stumpf. Auch Verfilzungen kommen häufig vor. Tägliches Kämmen ist daher Pflicht, genauso wie der regelmäßige Besuch bei einem Hundefriseur. Der Yorkie behält sein Haarkleid das ganze Jahr über, der lästige Haarwechsel im Frühjahr und Herbst entfällt. Darüber freuen sich unter den Hundebesitzern besonders die Tierhaarallergiker.
Wegen seiner kleinen Statur kann man ihn auch in einer Stadtwohnung halten, obwohl ihm natürlich ein Haus mit Garten lieber wäre. Ein weiterer Vorteil ist der Transport des Tieres: egal ob Auto, Fahrrad oder Flugzeug, seinen Yorkshire kann man immer mitnehmen.

Aus dem kleinen Rattenfänger ist heute ein sehr beliebter Familienhund geworden. Quirlig und verspielt ist er immer zu Späßen aufgelegt. Wer denkt, der Yorkie wäre ein Schoßhund, irrt sich gewaltig. Hinter der kleinen Statur verbirgt sich ein Temperamentsbündel, das locker viele Kilometer am Stück laufen kann und den ganzen Tag spielen möchte. Mutig und laut verteidigt er sein Revier auch gegen große Eindringlinge. Durch seinen starken Willen, kennt er keine Angst. Da der Yorkshire-Terrier zuweilen ein aggressives Verhalten entwickeln kann, benötigen die Welpen eine konsequente Erziehung, sonst ist der Yorkshire Terrier schnell „Herr im Haus“ und zeigt seinen Besitzern und Besuchern gern mal die gefletschten Zähne.

FCI Gruppe 3 / Terrier
Sektion 4 / Zwerg -Terrier (ohne Arbeitsprüfung)
Rassestandard Nr. 86
(Yorkshire Terrier)

Der wohl berühmteste und rassegeschichtlich wichtigste Yorkshire Terrier war der Huddersfield Ben.
Geb. 1865